Ein Lebenstraum erfüllt
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Seit seiner Geburt lebt Martin aus Zürich mit Epilepsie, schreibt die Stiftung Wunderlampe in einer Mitteilung. In der Stiftung für Ganzheitliche Betreuung in Bubikon arbeitet er im Werkstatt-Team, in seiner Freizeit widmet er seine Begeisterung vor allem dem Wintersport. Skirennen faszinieren ihn, auch Eishockey liebt er über alles – sein Herz schlägt für die GCK Lions. Doch sein grösster Traum seit über zehn Jahren ist, einmal im Leben die Bobbahn in St. Moritz hinunterzufahren.
Das Mögliche möglich machen
Aufgrund der grossen Geschwindigkeit, die ein Bob erreicht, waren umfassende medizinische Abklärungen in der Vorbereitung des grossen Erlebnisses nötig, heisst es in der Mitteilung weiter. Nachdem der behandelnde Arzt grünes Licht gegeben hatte, stand der langersehnte Tag am 30. Januar endlich vor der Tür: Martin und seine Eltern trafen den ehemaligen Bobfahrer Marcel Rohner am Ziel der Bobbahn in Celerina. Der Fachmann erklärte ihnen, wie ein Bob gebaut ist, wie er funktioniert, wie man ihn steuert und wie die Kufen präpariert sein müssen.
Mut wird mit Glücksgefühlen belohnt
Rund eineinhalb Stunden dauerte der Fussmarsch zum Start der einzigen Naturbobbahn der Welt, die ausschliesslich aus Schnee und Wasser von Hand präpariert wird. Wirklich anfreunden konnte sich Martin mit dem Helm, den er aufsetzen musste, nicht. Doch die Sicherheit ging vor. 19 Kurven hat die 1'722 Meter lange Bahn und jede hat einen Namen. Eine Minute und 15 Sekunden dauerte die rasante Fahrt bei einer Geschwindigkeit von rund 130 Stundenkilometern. Martin kletterte am Ziel stolz aus dem Sportgerät. Sein Diplom mit Beweisbild wird ihn wohl noch lange an dieses unvergessliche Erlebnis erinnern, schreibt die Stiftung Wunderlampe. (dro)
Erstellt: 02.02.2012, 17:24 Uhr
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