Handy-Parksystem nicht gefragt
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Die Gemeinde Fehraltorf hat sich verschätzt: «Wir dachten, dass unser Handy-Parksystem auch für andere interessant wäre», sagt Gemeindeschreiber Marcel Wehrli. Dem war aber nicht so. Weil die Bezahlung per Handy nur ab einer gewissen Menge an Parkplätzen rentabel betrieben werden kann, muss Fehraltorf sein Pionierprojekt darum nach fünf Jahren wieder einstellen – trotz positiven Reaktionen aus der Bevölkerung.
Kein Bedarf vorhanden
Die anderen Gemeinden der Region sehen aber keinen Grund, ebenfalls ein Handy-Parksystem einzuführen. «Das Verhältnis von Nutzen und Aufwand stimmt für uns nicht», sagt Jörg Ganster, Abteilungsleiter Sicherheit der Stadt Uster. Nicht nur müssten überall zusätzliche Schilder aufgestellt werden, um auf das Angebot aufmerksam zu machen – auch die Kontrolle durch die Polizei wäre aufwendiger. Bei neuen Parkfeldern werde man die Bezahlung per Handy aber nochmals prüfen.
Fehraltorf als Mahnung
Ähnlich argumentieren Gansters Amtskollegen aus den anderen Gemeinden: «Bisher konnten wir in der Bevölkerung kein Bedürfnis feststellen, das den Aufwand rechtfertigen würde», so Andreas Zanni von der Stadt Illnau-Effretikon. Ebenso tönt es aus Pfäffikon und Wetzikon, wo man das Beispiel Fehraltorf auch als Warnung betrachtet. Der dortige Gemeindeschreiber Wehrli hält aber fest: «Je mehr Gemeinden mitgemacht hätten, desto günstiger wären die Kosten für das Handy-Parksystem ausgefallen.»
Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Freitag, 20. Januar. (ZO/AvU)
Erstellt: 19.01.2012, 20:24 Uhr
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