Plan für Rössli-Kreisel steht
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Ihr Kreisel liegt den Fehraltorfern am Herzen; das wurde auch am Montagabend im Heiget-Huus wieder deutlich. Mit spontanem Applaus reagierten die knapp 250 Besucher der Informationsveranstaltung, als ihnen Gemeinderat Walter Egli eine Visualisierung des zukünftigen Rössli-Kreisels präsentierte. Adressat der Zustimmung war aber Marco Bucher, Gewinner des Gestaltungswettbewerbs und eigentlicher Initiator des Projekts. Stolz und erleichtert nahm er später von allen Seiten Glückwünsche entgegen – die anderen, für die Zukunft des Dorfes wohl noch wichtigeren Themen des Abends waren längst in den Hintergrund gerückt.
Das Rössli steht nicht zentral
«Der Kreisel soll das ländliche Fehraltorf mit seinen Hügellandschaften und Obstbäumen darstellen. Das Pferd symbolisiert die landwirtschaftliche Auswirkung sowie die starke Verankerung des Dorfes zum Pferdesport.» Diese Vorgaben hatte Bucher dem von der Gemeinde beauftragten Architekturbüro Dardelet GmbH mitgegeben. Herausgekommen ist nun ein in Form von Höhenkurven abgestufter Hügel aus Rohstahl, bepflanzt mit dem Ziergras Bärenfeilschwingel und drei Vogelkirschbäumen. Nicht ganz auf der Kuppe, sondern knapp daneben steht das Rössli. «Dadurch wirkt die eher kleine Statue viel stärker», so Bauvorsteher Egli. Den gleichen Effekt bezweckt die Beleuchtung bei Nacht. LED-Lampen bestrahlen die Stahlbänder der Hügelstufen von unten her. So entsteht laut Egli ein «schönes, lebendiges Bild». Die Kosten für den Bau betragen 70'000 bis 80'000 Franken – ohne das Architektenhonorar.
Auf dem Rennvelo inspiriert
Marco Bucher zeigte sich sehr zufrieden mit der Umsetzung seiner Idee. Auf diese war er gekommen, als er nach dem Gewinn des Kreisel-Wettbewerbs mit dem Rennrad ums Dorf fuhr. «Mir schwebte eine moderne Referenz an die dortigen Drumlin-Landschaften vor», so der Fehraltorfer. Der Kreisel sollte Natur, Tradition und Fortschritt verbinden – «und das ist gelungen».
Ähnlich tönt es aus der Bevölkerung: «Mir gefällt vor allem die Beleuchtung», sagt eine Frau. «Der neue Kreisel passt zum Schwimmbadkreisel am Dorfausgang Richtung Effretikon.» Ein Mann lobt den Gegensatz zwischen der traditionellen Statue und dem modern inszenierten Landschaftsbild. Nur ein Befragter hätte lieber ein Flugzeug auf dem Kreisel gehabt. «Die Idee der Höhenkurven finde ich aber interessant.»
Kritiker scheinen verstummt
Verstummt scheinen die kritischen Stimmen, die eine Ausschmückung des Kreisels einst grundsätzlich ablehnten (wir berichteten). Damals hiess es, Kreiselschmuck lenke vom Verkehr ab, sei gefährlich und zudem hinausgeworfenes Geld. Ob diese Debatte nochmals aufkommt, wird sich zeigen, wenn im Frühling die Bauarbeiten im Innern des Kreisels beginnen. Mit der Fertigstellung rechnet die Gemeinde anfangs Juni. (ZO/AvU)
Erstellt: 24.01.2012, 20:34 Uhr
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