Romy Bühler ist Schweizermeisterin
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Nachdem Romy Bühler erfahren hatte, dass sie gewonnen hatte, war ihr zunächst keine Freude anzusehen. Die Enttäuschung über ihre Leistung in der Kür überwog. Nach sehr guten Trainings hatte die 17-Jährige aus Gockhausen zu viel gewollt, waren ihr während des Programms zu viele Gedanken durch den Kopf gegangen. Deshalb hatte Bühler bloss zwei Dreifache gestanden. Bei ihrem Problemsprung, dem dreifachen Lutz, stürzte sie. So musste sie nach zwei 2. und einem 3. Rang noch um ihren ersten SM-Titel zittern.
Myriam Leuenberger, die nach dem Kurzprogramm 4,03 Punkte hinter Bühler gelegen hatte, kam bis auf 1,38 Punkte heran. Allerdings unterliefen auch der 24-jährigen Zürcher Unterländerin einige Fehler. Am Ende überwog jedoch die Freude über die beste Klassierung an Schweizer Meisterschaften - zuvor war Leuenberger zweimal Dritte geworden. Bronze sicherte sich Nicole Graf, die Goldmedaillengewinnerin von 2008.
Laurent Alvarez ist Schweizermeister
Bei den Männern siegte der letztjährige Zweite Laurent Alvarez, der nach dem Kurzprogramm auch in der Kür klar der beste war. Und dies, obwohl der 21-jährige Genfer sein Potenzial bei weitem nicht ausschöpfte. Beim Dreifach-Toeloop beispielsweise stürzte der elegant laufende Schützling von Weltmeister-Trainer Peter Grütter. Dennoch distanzierte er Stéphane Walker um 12,99 Punkte. Vorjahressieger Mikael Redin musste sich mit Rang 3 begnügen. Damit stand das gleiche Trio wie im vergangenen Jahr auf dem Podest.
Bühler für EM selektioniert
Die Selektionen für die Europameisterschaften von Ende Januar in Sheffield (Gb) fielen wie erwartet aus. Bei den Frauen starten Romy Bühler und Myriam Leuenberger, bei den Männern Laurent Alvarez. Zudem wurden die Paarläufer Anaïs Morand/Timothy Leemann sowie die Eistänzer Ramona Elsener/Florian Roost nominiert - beide waren in Basel ohne Konkurrenz angetreten. Voraussetzung für eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Nizza (26. März bis 1. April) ist das Erreichen des Finals.
Unter den Zuschauern weilte auch die zurückgetretene Europameisterin Sarah Meier. Kam Wehmut auf? «Nein, gar nicht. Es stimmt für mich so. Ich habe momentan genügend Herausforderungen im täglichen Training für die Shows. Vielleicht juckt es mich eines Tages wieder, aber im Moment ist dies nicht der Fall.» Ihre Eindrücke von den Läuferinnen waren positiv. «Das Feld hat einen Schritt vorwärts gemacht», sagte Meier.
Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Montag, 12. Dezember. (khe/si)
Erstellt: 11.12.2011, 18:32 Uhr
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