Bundesrat will schwedischen Kampfjet Gripen kaufen
Aktualisiert am 30.11.2011 2 Kommentare
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Die Schweiz soll 22 Kampfflugzeuge Gripen kaufen. Der Bundesrat hat sich am Mittwoch für das 3,1 Milliarden Franken teure Angebot des schwedischen Herstellers Saab ausgesprochen. Damit wählte er die finanziell günstigste Variante.
Zur Diskussion standen auch der französische Rafale von Dassault und der Eurofighter des Konsortiums EADS (D, GB, I, E). Vor allem von Militärpiloten werden sie als moderner als der Gripen eingestuft. Entscheiden wird das Parlament im Rahmen des Rüstungsprogramms 2012.
Verteidigungsminister Ueli Maurer betonte am Mittwoch vor den Medien in Bern, dass alle drei Flugzeugtypen bei der Evaluation die gestellten Anforderungen erfüllt haben und als Kampfflugzeuge in Frage kommen.
Bestes Preis-/Leistungsverhältnis
Aus finanziellen Gründen habe sich der Bundesrat für den Gripen entschieden. Nach Ansicht des Bundesrats ist es ein Kampfflugzeug, das die Anforderungen erfüllt, aber gleichzeitig auch mittel- und längerfristig für die Armee tragbar ist.
«Wir wählen eine Lösung, die für uns geeignet ist und unsere Anforderungen exakt erfüllt», sagte Maurer. Die Schweiz verzichten damit auf gewisse «Weltmeister-Leistungen» der anderen Flugzeuge.
Der Bundesrat war vom Parlament gedrängt worden, die veraltete Tiger-Flotte rasch zu ersetzen. Eigentlich wollte der Bundesrat damit aus finanzpolitischen Gründen zuwarten.
Die Eidgenössischen Räte gaben dem Bundesrat aber den Auftrag ab 2014 den Ausgabenplafond für die Verteidigung auf 5 Milliarden pro Jahr zu erhöhen. In den letzten Jahren lag der Plafond bei 4,1 Milliarden Franken.
Parlament drückte aufs Gas
Mit den 5 Milliarden soll sowohl eine Armee mit 100'000 Mann als auch der Kauf von 22 neuen Kampfflugzeugen finanziert werden. Zudem muss mit dem Geld fehlende Ausrüstung für die Truppen beschafft werden. Die bürgerliche Mehrheit des Parlaments zeigte sich damit viel grosszügiger als der Bundesrat, der bei einem Ausgabenplafond von 4,4 Milliarden eine Armee mit 80'000 Mann vorgeschlagen hatte.
Mehrere Bundesräte übten Kritik an den Parlamentsentscheiden. Wegen der Mehrausgaben für die Armee brauche es Sparrunden bei anderen staatlichen Aufgaben, etwa in der Bildung, der Forschung, beim Ausbau und Unterhalt der Verkehrsinfrastrukturen, der Landwirtschaft und der Entwicklungshilfe.
(kes/sda)
Erstellt: 30.11.2011, 16:56 Uhr
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2 Kommentare
Schön dass man wenigstens versucht die Lufthoheit noch zu behalten, da man anscheinend am Boden sämtliche Kontrolle verloren hat wie man z.B. in Bettwill, Chiasso, Kreuzlingen etc. eindrücklich sieht. Dumm nur dass die gerade ausufernden Probleme der Menschen am Boden mit der Luftwaffe nicht gelöst werden können. Immerhin, aber nur kurz, ist man noch der eigene Herr im Lande, zumindest in der Luft Antworten

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